Rückblick 5. Juli: Norwegen wirft Brasilien raus

Updated Juli 2026
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Ladevorgang...

Es gibt Turniertage, die man Jahre später noch erzählt. Der 5. Juli war so einer. Norwegen hat den fünffachen Weltmeister Brasilien aus der WM geworfen – und England überlebte im Hexenkessel von Mexiko-Stadt eine der wildesten Achtelfinal-Nächte des Turniers. Zwei Ergebnisse, die das Viertelfinale komplett neu sortieren. Hier ist, was wirklich passiert ist – und was ich als Insider für die weiteren Wetten mitnehme.

Flutlichtstadion bei Nacht, hell erleuchteter Rasen und dicht gefüllte Ränge während eines WM-Spiels
Der 5. Juli lieferte die bislang größte Überraschung des Turniers – und ein Achtelfinale für die Geschichtsbücher.

Brasilien – Norwegen 1:2: Haaland schreibt Geschichte

Lange sah es nach einem normalen Favoritensieg aus. Dann kam Erling Haaland. In der 79. Minute köpfte der Norweger nach Vorlage von Schjelderup zum 1:0 ein, in der 90. Minute legte er den Deckel drauf. Norwegen steht damit zum ersten Mal überhaupt im WM-Viertelfinale – und Brasilien erlebt seinen frühesten WM-Abschied seit 1990. Neymars Elfmeter in der 90. Minute war nur noch Kosmetik.

Das eigentliche Schlüsselmoment lag aber viel früher: Schon in der 13. Minute hätte Brasilien in Führung gehen können, doch Bruno Guimarães scheiterte vom Punkt an Keeper Ørjan Nyland.

Der Wendepunkt: Nyland parierte in der 13. Minute den Foulelfmeter von Bruno Guimarães. Wäre der drin gewesen, hätte dieses Spiel womöglich eine ganz andere Geschichte geschrieben. So aber blieb Brasilien nervös – und Haaland eiskalt.

Haaland selbst fand nach dem Spiel drastische Worte: „This is just an insane day. It’s one of the most insane days in Norwegian history." (Das ist einfach ein irrer Tag. Es ist einer der irrsten Tage der norwegischen Geschichte.) Und über seinen Torriecher, fast beiläufig: „I mean, it’s like things normally are. If I have a chance or two, then very often I score." (Ich meine, es ist wie immer. Wenn ich ein, zwei Chancen bekomme, dann treffe ich sehr oft.)

Inside-Notiz: Für die Buchmacher war das ein Erdbeben. Norwegen wurde nach dem Coup auf rund 17.00 auf den Titel gekürzt (Stand 6. Juli 2026) – Brasilien flog komplett vom Zettel. Wer den fünffachen Weltmeister vor dem Turnier zu kurzen Quoten getippt hatte, schaut in die Röhre.

Mexiko – England 2:3: 90 Sekunden Bellingham

Im Estadio Azteca lieferten sich Mexiko und England einen Schlagabtausch, der England fast das Herz gebrochen hätte – am Ende aber ins Viertelfinale trug. Die Partie kippte in eineinhalb Minuten: Jude Bellingham traf in der 36. und der 38. Minute – ein Doppelpack in 90 Sekunden. Harry Kane erhöhte per Foulelfmeter (60.) auf 3:1.

Mexiko wehrte sich mit Quiñones (42.) und einem Jiménez-Elfmeter (69.), doch es reichte nicht. Bitter für den Gastgeber: Es war Mexikos erste WM-Heimniederlage überhaupt – in zehn vorherigen WM-Spielen im Azteca war das Team ungeschlagen geblieben.

Achtung, Kontext! England brachte den Sieg ab der 54. Minute mit nur zehn Mann über die Zeit – Jarell Quansah sah nach VAR-Studium Rot. Ein Team, das ein 3:1 zu zehnt verteidigt, geht mit Rückenwind, aber auch mit müden Beinen ins Viertelfinale.

Bellingham war nach dem Spiel überwältigt: „This is probably one of the biggest England wins in a while, probably the biggest one I can remember as a fan or player. The best night of my England career." (Das ist wahrscheinlich einer der größten England-Siege seit Langem, vermutlich der größte, an den ich mich als Fan oder Spieler erinnern kann. Die beste Nacht meiner England-Karriere.)

Das Viertelfinale nimmt Form an

Mit diesen beiden Ergebnissen ist ein komplettes Viertelfinale gesetzt:

  • Norwegen schlägt Brasilien 2:1 – Haaland-Doppelpack (79., 90.), erstes WM-Viertelfinale der norwegischen Geschichte.
  • Nyland hält in der 13. Minute den Elfmeter von Bruno Guimarães – der stille Wendepunkt.
  • England gewinnt 3:2 bei Mexiko – Bellingham trifft doppelt in 90 Sekunden, Kane per Elfmeter.
  • Mexikos erste WM-Heimniederlage überhaupt (zuvor 10 Azteca-Spiele ungeschlagen); England hielt das Ergebnis zu zehnt.
  • Viertelfinale 3 steht: Norwegen – England am 11. Juli in Miami.

Für Deutschland-Fans, deren DFB-Elf längst raus ist, verschiebt sich der neutrale Blick jetzt endgültig: Der große Titelfavorit Brasilien ist weg, und mit Norwegen und England treffen zwei formstarke Europäer im Viertelfinale aufeinander. Die andere bereits fixierte Paarung – Marokko gegen Frankreich am 9. Juli – bleibt davon unberührt.

Neymars Abschied, Ancelottis neuer Zyklus

Rund um Brasiliens Aus wurde es emotional. Laut ESPN deutete Neymar an, dass seine Zeit in der Selecão vorbei sein könnte. Trainer Carlo Ancelotti – dessen erste WM mit Brasilien im Achtelfinale endet – kündigte an zu bleiben (Vertrag bis 2030) und sprach von einem Neuanfang. Seine Worte zur Niederlage:

„You just have to deal with it, deal with the sadness and the taste of defeat. I am very much used to this and we will handle this. We will use it as fuel going forward." (Man muss einfach damit umgehen, mit der Traurigkeit und dem Geschmack der Niederlage. Ich bin das sehr gewohnt, und wir werden das hinbekommen. Wir werden es als Treibstoff für die Zukunft nutzen.)

Ein Nebeneffekt des Haaland-Abends betrifft auch die Torjägerkrone: Mit seinem Doppelpack steht der Norweger nun bei 7 Turniertoren und ist gleichauf mit Mbappé und Messi – dazu mehr in unserer Torjäger-Analyse zum Dreikampf.

Mein Insider-Fazit

Der 5. Juli hat das Turnier ehrlicher gemacht: Norwegen ist kein Zufallsgast mehr, sondern ein Viertelfinalist mit dem heißesten Stürmer der Welt. England kam über die Grenze, aber der Kraftakt zu zehnt und die dünne Personaldecke sind ein Warnsignal für das Duell am 11. Juli. Wer jetzt auf das Viertelfinale Norwegen – England blickt, sollte Haalands Lauf ebenso einpreisen wie Englands strapazierte Beine.

Wie ist Brasilien ausgeschieden?
Brasilien verlor sein Achtelfinale am 5. Juli mit 1:2 gegen Norwegen. Erling Haaland traf doppelt (79., 90.), Neymars Elfmeter in der 90. Minute war nur noch der Anschluss.
Warum war Englands Sieg gegen Mexiko historisch?
Es war Mexikos erste WM-Heimniederlage überhaupt – in zehn vorherigen WM-Spielen im Estadio Azteca war das Team ungeschlagen geblieben. England gewann 3:2, hielt das Ergebnis ab der 54. Minute aber nur mit zehn Mann.
Wer spielt im Viertelfinale gegeneinander?
Norwegen und England treffen am 11. Juli in Miami aufeinander (Viertelfinale 3). Bereits zuvor steht Marokko gegen Frankreich am 9. Juli fest.

Aktuelle Viertelfinal- und Titelquoten führt Boomerang Bet (DE-Lizenz).

Weiterlesen: Mannschaften unter der Lupe, WM 2026 Wetten-Guide, die WM-Tipps zum 6. Juli.

Jeu responsable

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